Angefasst und ausprobiert – Gigabyte T1132N Booktop

28/02/2012 in for business, for globetrotters, it-news, tests, , 3 Kommentare

Nehmen wir mal an, Ihr benötigt ein Gerät, welches zugleich die Funktionen eines Notebooks, eines stationären PC und eines Tablets vereint und Ihr möchtet dies nicht mit unterschiedlichen Devices realisieren. Dann führt fast kein Weg an einem Convertible Notebook mit Dockingstation vorbei. Und genau diese Funktionalität erfüllt das Gigabyte T1132N – zumindest auf dem Papier.

Im folgenden Testbericht erfahrt Ihr unsere ersten Eindrücke von diesem Gerät, welches in dieser Form auf der letzten CES in Las Vegas vorgestellt wurde. An dieser Stelle schon mal Dank an Kai von Bremsen-Heinz, dem Fachanbieter von Bremsscheiben, -belägen und kompletten Bremsanlagen, der sich dieses Gerät zugelegt und uns zum Testen überlassen hat.

Gigabyte T1132N Booktop – Komplettansicht

Gigabyte T1132N Booktop – Komplettansicht

Zum Gerät
Das Gigabyte T1132N ist ein 11,6“ Subnotebook mit Multi-Touch-Display, welches sich selber in die relativ neue Sparte der Booktops einordnet. Damit ist nicht viel mehr gemeint, als dass das Gerät sowohl als Subnotebook als auch als stationäres Device in einer Dockingstation funktioniert. Das T1132N bietet zudem noch die Funktion des drehbaren Displays, was den Einsatz als Tablet-Ersatz mit Windows 7 ermöglichen soll. Grundsätzlich liest sich das schon mal sehr interessant und von der Ausstattung her kann das T1132N mit aktuellen Notebooks mithalten. In dem getesteten Modell werkelt ein recht aktueller Intel Core i5-2467M Prozessor mit 3MB Cache und 1,6 -2,3GHz. Speichertechnisch liegen wir bei 4GB Ram und einer 750GB SATA Platte mit 5400rpm.

Der Bildschirm ist wie gesagt 11,6“ groß, glänzend und als kapazitiver Touchscreen ausgelegt. Die Auflösung von 1366x768 Pixeln ist gängiger Standard.

Das Display ist mit einem zentralen Scharnier mit dem Grundgerät verbunden und kann um 180 Grad nach links geschwenkt und dann auf die Tastatur gefaltet werden. Fertig ist das Tablet.

Gigabyte T1132N Booktop - Display gedreht

Gigabyte T1132N Booktop - Display gedreht

Als Grafikkarte wird neben einer „normalen“ Intel HD Graphics 3000 eine, für diese Geräteklasse, recht potente Nvidia GeForce GT 520M mit Nvidia Optimis Technologie verbaut. Die übernimmt automatisch die Funktion, wenn die Anforderungen steigen. Nice!

Weitere Features sind Wlan 802.11 b/g/n, Bluetooth V3.0+HS, eSATA, USB 3.0 und ein 3G Modul von Huawei. Letzteres musste allerdings separat erworben werden – lediglich die Antennen und der Simkarten-Slot sind beim Grundgerät schon integriert.

Damit das Gerät auch als Booktop seine Berechtigung erhält, liefert Gigabyte eine Dockingstation mit zusätzlichem Slot-In DVD Laufwerk mit. Interessant an dieser Dockingstation ist das Format. Anders als bei gewöhnlichen Dockingstations stellt Ihr das T1132N nicht flach hinein, sondern hochkant. Quasi so, als ob Ihr ein Buch ins Regal stellt 😉

Das DVD-Laufwerk wird ebenfalls hochkant angedockt, um die Stellfläche so gering wie möglich zu halten.

Wie gesagt – das liest sich alles sehr interessant und macht Lust auf einen ausgiebigen Test. Ob das Gigabyte T1132N auch wirklich in allen Punkten „punkten“ kann, wird sich zeigen…

Unboxing/Lieferumfang
Das Gigabyte T1132N kommt in einer, für ein 11,6“ Gerät, recht großen Verpackung daher. Ist aber auch logisch, denn die zusätzliche Dockingstation benötigt schließlich ihren Platz. Als weiteres Zubehör finden wir neben dem gerade angesprochenen Slot-In DVD-Laufwerk noch eine auf den ersten Blick schicke Tasche und zwei erfreulicherweise recht kleine Netzteile mit passendem Netzkabel. Schön - da hat Gigabyte mitgedacht und der Dockingstation gleich ein eigenes Netzteil spendiert.

Weiteres Zubehör – neben dem obligatorischen Microfasertuch – findet man nicht. OK, die mehrsprachige, aber dafür pro Sprache nur 8seitige „Bedienungsanleitung“ und die Garantiebestimmungen können am Rande noch erwähnt werden. Aber das war’s dann auch.

Aussehen/Haptik T1132N
Vom ersten Eindruck her bietet das T1132N ein recht positives Bild. Der Displaydeckel ist aus gebürstetem Metall, die Tastatur im beliebten Chicklet-Style und die Anschlüsse sind zahlreich und gut zugänglich. Im Detail sieht das so aus:

Gigabyte T1132N Booktop – Draufsicht von hinten

Gigabyte T1132N Booktop – Draufsicht von hinten

Auf der linken Seite findet man, von hinten angefangen, die Buchse für die Stromversorgung, einen Gigabit-LAN Anschluss, den Dock-Connector, einen VGA-Anschluss und einen kombinierten eSATA und USB-Port.

Gigabyte T1132N Booktop – Ansicht linke Seite

Gigabyte T1132N Booktop – Ansicht linke Seite

Die rechte Seite bietet – ebenfalls von hinten angefangen eine Aussparung für ein optionales Kensington-Lock, einen normalen USB 2.0 Port, Lüftungsschlitze, einen HMDI-Anschluss in voller Größe (kein Mini-HDMI oder sonst was), einen USB 3.0 Port, einen SD-Speicherkarten-Leser und einen mit „Fn“ beschrifteten Knopf.

Gigabyte T1132N Booktop – Ansicht rechte Seite

Gigabyte T1132N Booktop – Ansicht rechte Seite

Die Vorderseite bietet mit den beiden 3,5mm Audio-Buchsen und den beiden nach vorne abstrahlenden Lautsprechern wenig bemerkenswertes.

Gigabyte T1132N Booktop – Ansicht von vorne

Gigabyte T1132N Booktop – Ansicht von vorne

Ebenso die Rückseite. Hier kommt der Akku (7,4V – 7800mAh – 57,72Wh- 6 Zellen) rein. Sofern Ihr euch das passende 3G Modul gekauft habt, ist der Simkartenslot mit Gummiabdeckung noch von Interesse.

Gigabyte T1132N Booktop – SIM-Karten-Schacht

Gigabyte T1132N Booktop – SIM-Karten-Schacht

Die Unterseite bietet neben einer großen Wartungsklappe für Festplatte, Speicher und das 3G Modem noch zwei zusätzliche Lautsprecheröffnungen, die das T1132N mit „Bass“ versorgen sollen. Jap, Ihr habt richtig gelesen – das T1132N ist mit vier 2Watt Lautsprechern ausgestattet, von denen zwei explizit als „Tieftöner“ ausgelegt sind.

Gigabyte T1132N Booktop – Akkufach

Gigabyte T1132N Booktop – Akkufach

Die Tastatur im Chicklet-Style – also mit einzeln abgesetzten, flachen Tasten, muss man mögen. Uns gefällt sie soweit eigentlich ganz gut, wenn gleich sie ein recht schwammiges und unpräzises Schreibgefühl bietet und sich in der Mitte ein wenig durchdrückt. Zudem sind die Tasten für mein Gefühl ein wenig zu hoch. Aber sind wir mal ehrlich – wer tippt schon lange Texte auf einem 11,6“ Gerät. Höchstens Blogger wie wir, die sich zum Schreiben auch gerne mal in ein Café setzen 😉

Gigabyte T1132N Booktop – Tastatur und Trackpad

Gigabyte T1132N Booktop – Tastatur und Trackpad

Das Touchpad ist ebenso wie das Display als Multi-Touch-Pad ausgelegt und bietet mit seiner strukturierten Oberfläche ein recht gutes Bediengefühl. Die Maustasten sind wie bei vielen anderen Geräten als „Wippe“ ausgeführt, wobei die rechte und linke Seite dadurch jeweils als Maustaste fungiert. Muss man mögen – ist aber sicher Gewöhnungssache.

Doch wo ist der Power-Button? Oben drauf – nee. Links, rechts – nee, auch nicht. Komisch… Aber letztendlich haben wir ihn doch gefunden. Ganz vorne links und dann noch als Schiebeschalter ausgelegt… Ungewöhnliche Position und Ausführung – aber wohl dem Convertible-Gedanken geschuldet. So kann man das Gerät auch im Tablet Modus ein und ausschalten. Hätte man aber in der Bedienungsanleitung finden können. Im angedockten Zustand übernimmt ein Knopf auf der Dockingstation diese Funktion.

Soviel zum ersten Eindruck. Auf den zweiten Blick ist die Verarbeitungsqualität des T1132N allerdings nur unteres Mittelmaß. Es knarzt und knackt an vielen Stellen, die Übergänge der Gehäuse-Hälften sind etwas unsauber und das Display wackelt auf Grund des kleinen, zentralen Scharniers recht ordentlich. Der Weiteren arretiert es im Tablet Modus nicht sauber und liegt dadurch manchmal schief auf dem Grundgerät. Was die Verarbeitungsqualität angeht, bietet das T1132N ein recht „grobschlächtiges“ Bild ab. Der Eindruck ein hochwertiges Gerät in Händen zu halten, entsteht leider nicht.

Aussehen/Haptik Dockingstation D1125
Anders sieht es da allerdings bei der mitgelieferten Dockingstation D1125 aus. Hier ist die Verarbeitungsqualität vollkommen in Ordnung. Nichts knackt oder knarzt, es gibt keine spürbaren Grate und die Schwenkfunktion des Unterteils arretiert sauber.

Die D1125 bietet neben dem Docking-Port für das T1132N noch einen expliziten eSATA-Docking-Port für das mitgelieferte, externe Slot-In Super Multi Dual-Layer DVD-Laufwerk.

Gigabyte T1132N Booktop – Dockingstation D1125

Gigabyte T1132N Booktop – Dockingstation D1125

Selbiges könnt Ihr übrigens auch separat verwenden – das notwendige Y-USB-Anschlusskabel ist auf der Unterseite des Laufwerks eingelassen. Da das Laufwerk allerdings eine Stromaufnahme von 1,5A hat, wird der Einsatz an 2 normalen USB2.0 Ports leider unmöglich, da USB2.0 nur max. 500mAh pro Port liefert. Hier seid Ihr dann schon auf USB 3.0 mit max. 900mAh pro Port angewiesen. Dumm ist nur, dass das T1132N nur über einen USB 3.0 Port mit max. 900mAh verfügt. Die beiden anderen Ports sind 2.0er. So kommt man rein rechnerisch auf einen zur Verfügung stehenden Strom von 1400mAh (900 mAh + 500mAh) und nicht auf die vom Laufwerk geforderten 1500mAh (1,5A). Ob das trotzdem funktioniert, haben wir ehrlich gesagt noch nicht ausprobiert. Aber irgendwas wird sich Gigabyte ja dabei gedacht haben. Hoffentlich…

Gigabyte T1132N Booktop – DVD-Laufwerk von unten

Gigabyte T1132N Booktop – DVD-Laufwerk von unten

Die Dockingstation führt alle vorhandenen Anschlussmöglichkeiten auf einem aufgeräumten Panel an der Rückseite aus. Hier finden sich HDMI, LAN, 2x USB3.0, 2x USB 2.0, VGA sowie die 3,5mm Anschlüsse für Kopfhörer (Line-Out) und Mikro.

Gigabyte T1132N Booktop – Dockingstation D1125 Anschlüsse hinten

Gigabyte T1132N Booktop – Dockingstation D1125 Anschlüsse hinten

Zur Verbesserung der Stabilität des Ganzen könnt Ihr die Unterseite der Dockingstation mit dem Anschlusspanel nach rechts wegschwenken und somit die Standfläche vergrößern und die Positionierung der Anschlüsse etwas flexibler gestalten.

Gigabyte T1132N Booktop – Dockingstation D1125 geöffnet

Gigabyte T1132N Booktop – Dockingstation D1125 geöffnet

Das T1132N könnt Ihr sowohl zugeklappt als auch im Tablet-Mode in der Dockingstation betreiben, so dass das Gerät auch noch quasi als kleines, externes Display fungieren kann (könnte).

Leider sitzt das T1132N etwas wackelig in der D1125 Dockingstation – großartig hantieren würde ich mit der Kombination also nicht.

Funktion als Notebook
Die Funktion als reines Notebook ist recht unspektakulär. Die Leistung des i5 Prozessors und der Nvidia Grafikkarte ist durchweg als solide zu bezeichnen. Es treten selbst bei aufwändigeren Anwendungen fast keine Wartezeiten auf. Allerdings habe ich mir von der Leistung eines i5 Prozessors doch etwas mehr versprochen. Es mag mein rein subjektives Empfinden sein – aber ich habe das Gefühl, dass das T1132N mit halb angezogener Handbremse fährt.

Der verbaute Lüfter ist erfreulicherweise recht gut geregelt und macht auch unter Volllast nicht unangenehm auf sich aufmerksam.

Der größte Schwachpunkt des ganzen Geräts ist allerdings das Display. Wir haben selten so etwas blickwinkelabhängiges wie das Display des T1132N gesehen. Selbst im Notebook-Modus muss man höllisch aufpassen, den richtigen Blickwinkel zu treffen. Schon bei kleinsten Abweichungen vom Optimum (knapp 45 Grad) verblassen die Farben oder invertieren völlig. Sowas ist bei einem Gerät der 1000 Euro Klasse definitiv indiskutabel! Leider findet man in den Spezifikationen bei Gigabyte keine näheren Informationen zum Blickwinkel des verbauten Displays. Aber ganz ehrlich: Selbst mein erstes Netbook (Asus EeePC) hatte ein besseres Display. OK, das hatte zwar keinen kapazitiven Touchscreen, aber die Sinnhaftigkeit eines schlecht reagierenden, kapazitiven und dann noch extremst blickwinkelabhängigen Displays unter einem wenig Touch-freundlichen Betriebssystem wie Windows 7, bleibt sowieso ein Thema für sich.

Da fällt das, durch das kleine, zentrale Scharnier bedingte Wackeln des Displays eigentlich auch nicht mehr weiter ins Gewicht…

Funktion als Tablet
Was uns zu der Frage führt: Was will ich mit einem Tablet, welches knappe 2 Kilo wiegt, unterdurchschnittlich verarbeitet ist und ein schlechtes Display mit einem nicht auf den Touch-Betrieb ausgelegten Betriebssystem kombiniert? Richtig – Nichts!

Die Idee ist zwar ganz nett, aber der zugegebenermaßen kurze Praxistest hat gezeigt, dass die Usability nicht vorhanden ist. So gar nicht… Die (Multi-)Touch-Funktion ist schwierig zu bedienen und reagiert erst nach aufwändigen Einstellungen einigermaßen zufriedenstellend. Selbst so einfache Sachen wie Solitär gestalten sich mit diesem Display unter diesem Betriebssystem als mittelschwere Katastrophe. Dazu noch das extrem schlechte Display, welches komplett invertiert, wenn das „Tablet“ auf dem Tisch liegt…

Dazu kommt der Fakt, dass das T1132N keinen Lagesensor oder eine anders geartete, automatische Möglichkeit bietet die Display-Orientierung zu regeln. Will man das Gerät also nicht im Landscape sondern im Portrait-Mode betreiben, muss man die Display-Orientierung MANUELL im Gigabyte Smart Manager umstellen. Diesen ruft man entweder per Icon oder über den „Fn“ Schalter auf der rechten Gehäuseseite auf und klickt sich durch ein Menü. Genauso sieht es aus, wenn man das Display für den Tablet-Modus um 180 Grad drehen will… Was daran „Smart“ sein soll, weiß vermutlich nur Gigabyte.

OK, es mag sein, dass wir von iOS und Android verwöhnt sind – aber ich bringe doch kein Gerät in der 1000 Euro Preisklasse auf den Markt, bei dem das wichtigste Feature noch nicht mal ansatzweise vernünftig funktioniert. Dazu kommt noch, dass das Gerät schwere 1,8kg auf die Waage bringt – als Couch-Surfing-Device vollkommen ungeeignet. Im Tablet Bereich streitet man sich um Millimeter und Gramm und Gigabyte haut ein „Tablet-Schwergewicht“ mit fast 2kg raus. Sorry Gigabyte – das macht keinen Spaß! Weder als Tablet noch als Touchscreen-Notebook!

Funktion als stationärer PC
Die Funktion als stationärer PC erfüllt das kleine T1132N durch seine Dockingstation recht gut. Alle Anschlüsse sind vorhanden und das Gerät nebst Dockingstation ist schön klein, so dass es auf dem Schreibtisch kaum Platz in Anspruch nimmt. Durch seine aufrechte Position ist das T1132N schon ein gewisser „Eyecatcher“, der bei dem ein oder anderen schon Interesse weckt und auch Nachfragen produziert. Allerdings würde das ein kleiner Nettop wohl auch tun – dafür aber für einen Bruchteil des Preises.

Die Möglichkeit das gedrehte Display im Tablet Modus als zweiten Bildschirm zu benutzen fällt auf Grund des Blickwinkels und der Position leider auch komplett aus. Dafür steht das Gerät eindeutig zu gerade und der daraus resultierende Blickwinkel ist nicht geeignet um auf dem Display wirklich etwas zu erkennen…

Somit ist die Antwort auf die Frage: „Kann das T1132N einen stationären PC ersetzen?“ eindeutig. Ja, das T1132N KANN einen stationären PC ersetzen – aber zu welchem Preis? 1000 Euro für einen mittelmäßig ausgestatteten PC wird sicher niemand bereit sein auszugeben. Und sind wir mal ehrlich - dieser Einsatzzweck ist sicher nicht der Grund, warum ein Kunde sich das T1132N anschaffen wird.

Software/Betriebssystem
Erfreulich ist, dass Gigabyte nicht allzuviel Bloatware installiert hat. Klar, die üblichen verdächtigen wie die Office 2010 Testversion, das übliche Adobe Geraffel und diverse andere Programme sind dabei – aber es ist nicht so zugemüllt, wie z.B. mein „altes“ Acer Timeline T1810.

Doch HALT – da ist doch noch was ungewöhliches, was erst auf den zweiten Blick auffällt. Gigabyte bietet mittels Software-Schalter die Möglichkeit zwischen einem Windows 7 Home Premium 64bit und einem Windows 7 Home Premium 32bit umzuschalten. Dafür wird das System dann allerdings neu gebootet und muss natürlich auch hier komplett neu eingerichtet werden. Die Sinnhaftigkeit (und Legalität) hat sich mir hier noch nicht so ganz erschlossen – schließlich bringt die 64bit Version einen 32bit-Kompatibilitätsmodus mit. Ob Microsoft die quasi parallele Nutzung beider Betriebssysteme (also 32 und 64 bit) unter einer Lizenznummer gut findet, bleibt mal dahingestellt. Wohl eher nicht… Egal – Gigabyte hat es irgendwie geschafft das T1132N mit zwei Betriebssystemen auf zwei unterschiedlichen Partitionen der 750GB Platte auszuliefern und bietet dem User halt die Möglichkeit per Mausklick (und Neustart) zu wechseln. Wofür das gut sein soll? Keine Ahnung. Wenn jemand ne Idee hat, was ich mit zwei Betriebssystemen auf meinem Subnotebook mache und ob das laut EULA von Microsoft so in Ordnung ist, lasst es mich in den Kommentaren wissen.

Sound
Irgendwo da oben hab ich geschrieben, dass das T1132N mit 4 Lautsprechern ausgestattet ist. Da der daraus resultierende Sound recht ordentlich ist und ich bis dato relativ wenig Gutes berichten konnte, widme ich dem Sound des T1132N ein eigenes, wenn auch kleines, Kapitel.

Im Gegensatz zu anderen (Sub-)Notebooks bietet das T1132N von Gigabyte wirklich einen ziemlich erstaunlichen Klang. Die zusätzlich als „Tieftöner“ ausgeführten hinteren Lautsprecher liefern in Verbindung mit der installierten THX-Live Audio-Software wirklich so etwas wie „Raumklang“. Man kann echt gut erkennen, welcher Lautsprecher gerade simuliert wird und wundert sich über die ordentliche Lautstärke des kleinen Geräts. Natürlich kann hier keine Rede von super sauberen Sound und ordentlichem Bassfundament (oder Grundbumms) sein – aber trotzdem - der Sound der aus dem T1132N raus kommt, sucht in dieser Geräteklasse und-größe sicher seinesgleichen.

Ach ja, ein kleines „Bonbon“ zum Schluss. Das T1132N bietet ja von Hause aus schon die Möglichkeit eine Simkarte aufzunehmen. Dazu findet man hinten rechts den entsprechenden Einschub, welcher mit einer Gummiabdeckung geschützt ist. Ist man jetzt so wagemutig und steckt seine Simkarte in diesen Slot und versucht selbigen wieder mit der Gummiabdeckung zu schließen wird man überrascht sein. Das passt nämlich nicht! Durch die Form der Gummiabdeckung wird die eingelegte und „verriegelte“ Karte wieder entriegelt. Wer bitte hat sich das denn ausgedacht? Will man das T1132N nun also mit dem knapp 150 Euro teuren 3G Modem ausstatten (dessen kleine 8cm Treiber- und Software-CD mal so überhaupt nicht kompatibel mit dem Slot-In DVD-Laufwerk ist!), muss man damit leben, dass der Simkartenslot ungeschützt ist, da die Gummiabdeckung bei eingelegter Simkarte nicht wieder aufgesteckt werden kann. Ohne Worte…

Fazit
Das Fazit zum T1132N von Gigabyte fällt leider recht eindeutig aus. Zu teuer, zu schlecht verarbeitet und viel zu schlechtes Display. Diese Fakten werden auch leider nur marginal durch die eigentliche Leistung von CPU & Grafikkarte, der recht guten Dockingstation und dem ordentlichen Sound ausgeglichen. Hier zeigt sich mal wieder – ein Gerät was alles können soll, kann nichts von dem, was es kann so richtig gut. Wer also grundsätzlich bereit ist 1000 Euro (oder besser gesagt 1150 Euro mit dem optionalen 3G Modul) für die o.g. Funktionalitäten auszugeben, sollte sich den Kauf den T1132N extrem gut überlegen oder sich besser direkt nach einem anderen Gerät umsehen. Oder sofort zwei Geräte in Betracht ziehen: ein (Sub-)Notebook mit Dockingstation und ein iOS oder Android-Tablet. Vom Preis her bewegt man sich da sicher in der gleichen Liga (vielleicht sogar drunter) und man hat zwei Geräte die genau das können, für das sie erschaffen wurden. Vielleicht ist das auch der Grund, warum das T1132N (noch?) nirgendwo so richtig verfügbar ist. Bei Google finden sich momentan nur vier Händler, die das Gerät im Programm haben – und einer davon ist eBay 😉

Meckern
…mag ich im einzelnen jetzt hier gar nicht auflisten. Hier nur ein paar Stichpunkte:

  • Preis - Leistung
  • Display
  • fehlender Lagesensor
  • Verarbeitung
  • schwammige Tastatur
  • Gummiabdeckung – Simkartenslot
  • merkwürdige Softwareausstattung

Loben

  • gute CPU & Grafikkarte
  • gutes Trackpad
  • nette Dockingstation
  • „innovatives“ Konzept
  • ordentlicher Sound

Technische Daten

  • Betriebssystem: Windows® 7 Home Premium 32 & 64bit
  • CPU: Intel® Core™ i5-2467M Processor (1.6GHz-2.3GHz)
  • Display: 11.6'' kapazitives Multi-touch Panel 1366x768 LED Hintergrundbeleuchtung
  • Arbeitsspeicher: 4GB DDRIII, 2 Steckplätze (max. 8GB)
  • Chipsatz: Mobile Intel® HM65 Express Chipset
  • Grafikkarte(n): Intel® HD Graphics 3000 & NVIDIA® GeForce® GT520M 1GB mit NVIDIA Optimus Technologie
  • Festplatte: 750GB 2.5"9.5mm SATA HDD 5400rpm
  • Optisches Laufwerk: Slot-in DVD- Super Multi Dual-Layer Laufwerk auf der Dockingstation
  • Anschlüsse: USB(3.0)*1, USB(2.0)*1, eSATA/USB Combo*1, HDMI, VGA D-sub, RJ45, Kopfhörer-Ausgang, Mikofon-Eingang, 4-in-1 Card Reader (SD/MMC/MS/MS Pro), Stromanschluss, Docking Port
  • Audio: 2 Watt Lautsprecher*4 (davon 2 als Tieftöner), internes Mikrofon
  • Netzwerk: LAN: 10/100/1000Mbps Ethernet Base-T
  • Wireless LAN: 802.11 b/g/n
  • Bluetooth: Bluetooth V3.0 + HS
  • WWAN (3.5G): 3.5G Antenne eingebaut, 3.5G Modul optional
  • Webcam: 1.3 MegaPixel
  • Sicherheit: Kensington Lock, TPM (modellabhängig)
  • Akku: 7,4V – 7800mAh – 57,72Wh- 6-Zellen - Li-ion
  • Maße: 290(B) x 220.7(T) x 27.86~40(H) mm
  • Gewicht: ca. 1.76Kg (incl. Akku)
  • Docking Station Anschlüsse: eSATA für das ODD, USB(3.0)*2, USB(2.0)*2, HDMI, VGA D-sub, RJ45, Kopfhörer-Ausgang, Mikofon-Eingang, Stromanschluss
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3 Kommentare

  • Conceicao
    12/03/2012

    Naja, was nützt die beste Technik wenn die Verarbeitung einfach nur billig ist. Das mit dem SIM-Karten-Slot ist ja einfach nur peinlich für die Herstellerfirma!
    Tolles Review btw!
    Grüße

    • MD..
      12/03/2012

      Ja, das stimmt leider. Aber vielleicht haben wir uns auch einfach nur mehr „wirkliche Benutzbarkeit“ für 1000 Euro vorgestellt. Das mit dem SIM-Karten-Slot ist zugegebenermaßen ne peinliche Nummer – wir haben auch noch nicht raus gefunden, ob wir bei der Bedienung was falsch machen, oder ob das wirklich so gedacht ist…
      Ein kann man aber zweifelsfrei festhalten: Bis dato haben wir noch kein System in Händen gehalten, das sich so unrund angefühlt hat wie das T1132N…
      Danke für´s Lob und viele Grüße…

  • Stefan Dahlmann
    31/08/2012

    Ich muss dem Bericht in Teilen leider zustimmen. Ich habe selbst das Notebook. Allerdings was das Betriebssystem angeht sieht es mit Windows 8 ganz anders aus. Mit Windows 8 Pro gefällt mir das Notebook wesentlich besser. Metro-Oberfläche ist touchfreundlich gemacht. Die Dockingstation gefällt mir sehr gut. Bei den jetzt auf der IFA 2012 vorgestellten Windows 8 Hyprid Notebooks fehlen solche Dockingsstations, soweit ich das verfolge aus der Ferne. Somit ein Plus Punkt für das Gigabyte T1132N, da ich einen externen Monitor, eine externe Tastatur und einige weitere Hardware habe, die ich zu Hause daran immer anschließe. Da ist eine Dockingsstation einfach praktisch. Dem der den Bericht verfasst hat, kann ich nur ein großes Lob aussprechen.

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